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Philosophinnenherrschaft


Was haben Platons "Staat" und Stefanie Sargnagels "Fitness" gemeinsam? Nicht so viel, eigentlich.

Das habe ich über Ersteres geschrieben:

"Warum ist dieses Buch großartig? Nicht, weil es die mitreißendste Lektüre ist, sondern weil es zeitlos Anlass zum Nachdenken gibt. Ein Werk, das in jeder Epoche wieder gelesen und besprochen werden sollte und das jetzt, 2017, vielleicht unerwartet neue Gültigkeit erlangt.

Es schlägt ja tatsächlich in der Regel jede Übertreibung in das Gegenteil um, in den Jahreszeiten, bei den Pflanzen und Körpern und nicht zum wenigsten bei den Verfassungen. Denn ein Übermaß von Freiheit schlägt beim einzelnen wie beim Staat in ein Übermaß von Knechtschaft um. Und mit Recht entsteht somit, denke ich, die Tyrannis aus keiner anderen Verfassung als aus der Demokratie, und aus der höchsten Freiheit die tiefste und härteste Knechtschaft. Achtes Buch, 563d-e

Kritisch, differenziert, mit offenem Herzen und der Bereitschaft zum Unwohlsein darf und sollte man "Politeia" (in der wunderbar nahbaren Übersetzung von Karl Vretska) auch heute noch lesen. Und zwar nicht nur (erst) an Universitäten."

Und das über Letzteres:

"Ich liebe diese Popopoesie und diesen Fäkalfeminismus einfach. Wehmütig und schiarch. (Bonus: Für eine Neo-Wienerin ist das Buch außerdem Stadtporträt von Hinte(r)n betrachtet.) Zum häppchenweise genießen, wie das Chinabuffet, sonst wird's dir schlecht. Yeah, Steffi!"

Sagen wir es so: Wo Demokratie persifliert und demontiert wird, möge man zumindest wieder über die Philosoph_inn_enherrschaft sprechen.

To the beauty that are our sisters all over the world - it's been a joy to march with you.


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