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Frauen, die in Kaffeetassen starren

"Eine Glückseligkeit, wie sie nur möglich ist, wenn der Tod naht." (Lina Loos) Im Angesicht dessen erweckte das herrliche Ensemble von Tinte & Kaffee die Damen Ingeborg Bachmann, Berta Zuckerkandl, Hilde Spiel, Ilse Aichinger und wie sie nicht alle hießen im Café Landtmann zum Leben. Was soll uns das sagen - "Melange fatale"? Dass Frauen im Kaffeehaus durchaus Anderes besprechen als Männer, Kinder und Trivialitäten des Alltags. Dass die kluge Frau immer auch die gefährliche Frau war, weil zwischen Huren und Heiligen am Polstersessel kein Platz ist. Wo Menschen in Häferl starren, kann große Literatur jedenfalls nicht weit sein. Dem Wahn, Witz und Werk von zwanzig Autorinnen, die aus dem Schau

Zufall Existenz

"Warum gibt es etwas und nicht nichts?" © Leibniz; headline of choice in: DIE ZEIT Wissen, 30. Juni 2016 PhysikerInnen suchen noch immer nach der verlorenen Antimaterie, die nach dem Urknall alle Materie, und damit alles Leben, aufwiegen und verhindern hätte müssen. Das Schöne: Noch findet sie niemand. Wer an Gott glauben möchte, fühlt sich nun bestätigt. Wer an die Liebe glaubt, erkennt Romantik in der Idee zweier Gegenpole, die einander hingebungsvoll auslöschen. Übergang in den Raum jenseits von Irrelevanzen. Ich denke an Slavoj Zizek, der über Liebe spricht: Image ©J.K. | the city lights were man-made stars, a canopy reflection

mensch glaubt zu handeln

Michael Kumpfmüller, Berliner Autor, im Interview mit der Presse, 6. Juli 2016: "Darin liegt ein kleiner Skandal des Buches ["Hampels Fluchten"], es wendet sich gegen diese neoliberale Selbstillusionierung der Machbarkeit. Dagegen, dass wir uns selbst und allen anderen immer wieder erzählen, wir seien souveräne Akteure unseres Schicksals. Das halte ich für Unsinn. Mein literarischer Lehrmeister ist in dieser Frage Max Frisch, besonders das Stück "Biographie: ein Spiel", in dem ein Mann die Möglichkeit bekommt, alles anders zu machen. Aber letztlich handelt er immer wieder gleich. [...] Um anders handeln zu können, als man gehandelt hat, müsste man ein anderer sein." "Es ist mir wichtig, dass